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Mai 2024

No terra nullius

On Land and Territory
Kuratiert von Afsun Moshiry, Galo E. Rivera, Thaís Omine und Viviane Tabach

Die Idee von Territorialität erstreckt sich über den physischen Raum hinaus und umfasst sowohl materielle als auch immaterielle Netzwerke von Zugehörigkeit, Macht und Kontrolle. Die Geostrategie des “Globalen Nordens und Südens” ist das Ergebnis imperialistischer und kolonialer Eingriffe in Asien, Afrika, Ozeanien und Amerika. Historisch wurde epistemologische Gewalt genutzt, um die Besetzung, Kategorisierung, Auslöschung und Trennung der indigenen Gemeinschaften von ihrem Land zu rechtfertigen. Land hat nur dann einen Wert, wenn es mit Rechten verbunden ist. Wie können rechtmäßige Besitzer ihr Land und ihre Territorien zurückfordern?

Die Geschichten, Realitäten und Zukunftsperspektiven der kolonialen Besetzung sind heute mehr als je zuvor relevant und sollten in Betracht gezogen werden.
Um wirklich etwas über die Realitäten der Ureinwohner und berechtigten Gemeinschaften, die ihr Land zurückfordern, zu erfahren, ist es notwendig, sich in ihre Lage zu versetzen und das “Andere” als Teil von uns selbst zu verstehen.

No terra nullius ist ein Programm, das verschiedene Perspektiven auf Gemeinschaften und ihre Entwicklung vom Amazonasgebiet, Australien bis hin zu  Unabhängigkeitsbewegungen in Kurdistan und Okinawa vereint. Eine Auswahl von Spiel- und Dokumentarfilmen, sucht die Verbindung zwischen verschiedenen besetzten Gebieten weltweit und den globalen Kämpfen und stellt die Frage: Wie können transnationale Netzwerke der Solidarität die Stimmen der Gemeinschaften verstärken, die sich gegen territoriale Landübernahme wehren?  – Die Kurator:innen

Afsun Moshiry ist eine Filmkuratorin und Aktivistin, die in Berlin arbeitet und lebt.

Thaís Omine (sie/ihr) ist eine queere Okinawanisch-Brasilianische visuelle Anthropologin mit Wohnsitz in Berlin.

Galo E. Rivera  (they/er) ist ein:e Immunologe/Immunologin (Dr. rer. nat), audiovisuelle:r Künstler:in und Webentwickler:in, geboren in Ecuador.

Viviane Tabach ist eine brasilianische Kuratorin und Kunstvermittlerin mit Wohnsitz in Berlin.

Gefördert von der Stiftung Nord-Süd-Brücken mit finanzieller Unterstützung des BMZ und durch die LEZ aus Mitteln des Auswärtigen Amt.

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Chão

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Landless
Camila Freitas, Brasilien 2019, 110 Min., OmeU, DCP
تخته سیاه

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Blackboards
Samira Makhbalbaf, Iran, Italien, Japan 2000, 82 Min., OmeU, DCP
ALLPAMANDA

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Tawna. Cine desde Territorio, Ecuador 2023, 93 Min., OmeU
Corroboree

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Filme von Karrabing Collective
Okinawa Reversion Day

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On the right to memory and autonomy of lands and bodies
Crowrã

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The Buriti Flower
Joao Salaviza & Renée Nader Messora, Brasilien, Portugal 2023, 124 Min., OmeU