Die Arbeitsmigration nach Deutschland wurde im türkischen und deutsch-türkischen Film vielfach thematisiert und war nicht nur eine Inspiration für viele Filme in der türkischen Yeşilçam-Industrie, sondern darüber hinaus auch ein wichtiger Stoff für deutsche Regisseur*innen mit oder ohne biografischer Verbindung zur Türkei. Die Filmreihe Left Side Stories: Gesellschaftskritik im deutsch-türkischen Migrationskino setzt sich mit türkischen und deutsch-türkischen Filmen auseinander, in denen die Arbeitsmigration nach Deutschland und das Leben der sogenannten Gastarbeiter*innen aus einer gesellschaftskritischen Perspektive betrachtet wird. Die Filme beschäftigen sich mit sozialer Gerechtigkeit, Klassenbewusstsein, Frauenemanzipation und den Lebensbedingungen der Kinder der Arbeiter*innen aus der Türkei. Diskutiert wird auch, wie neben der Verhandlung deutsch-türkischer Migrationsthemen das politische Klima der Türkei der 1970er Jahre die Filme und ihre Regisseur*innen maßgeblich beeinflusste.
Mit freundlicher Unterstützung der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin (LEZ).