Inmitten des digitalen Zeitalters und mit dadurch immer weniger verfügbaren analogen Filmkopien gibt es einen grundsätzlichen Gegensatz von archivarischen und kuratorischen Grundsätzen: Die Beschränkung der Verfügbarkeit von analogen Filmkopien und die Langzeitsicherung zur Digitalisierung gegenüber der Politik so viel analoges wie möglich zu zeigen und zu verleihen. Diese müssen sich aber nicht zwangsläufig gegenseitig ausschließen. Best-practice in der Filmarchivierung führt zur Verfügbarkeit von seltenen Filmkopien. Im Gegenzug kann ein*e erfahre*e Projektionist*in mit der richtigen technischen Ausstattung dafür sorgen, dass eine abgespielte Kopie wieder auf die Leinwand kommt und diese viele Male ohne Schäden vorführen. Um die analoge Filmerfahrung zu erhalten, braucht es demnach sowohl Know-How über die Archivierung als auch die Projektion analogen Films.
Genau dies soll dieser Workshop vermitteln: Praktische Kenntnisse darüber, wie man ein analoges Filmarchiv anlegt und pflegt, sowie die grundsätzliche Arbeit der Filmvorführung. In zwei Tagen wirft man einen Blick hinter die Kulissen eines unabhängigen Kinos und Archivs und bekommt die Chance, exklusiv mit der Filmsammlung des SİNEMA TRANSTOPIA zu arbeiten. Sinemas hauseigener Filmvorführer Florian wird darauf eingehen, warum und wie analoger Film archiviert und vorgeführt wird. Durch das selbstständige Befunden und Vorführen von 16mm und 35mm Filmkopien soll ein Gefühl für die einzigartigen Qualitäten des Zelluloids und ein Verständnis dafür entwickelt werden, was es bedeutet auch heute noch analog Filme zu zeigen.
Ein Abendprogramm - vorgeführt als 35mm-Filmkopie - wird den Workshop ergänzen und bietet die Gelegenheit, analoge Filmgeschichte auf der Leinwand zu erleben.
Das geplante Programm:
Samstag 17.01.2026
11:00 - 17:00
Umgang mit, Befundung und Vorbereitung von 16mm & 35mm-Filmmaterial
18:00
35mm Filmvorführung
Circuito chiuso (Closed Circuit)
Sonntag 18.01.2026
11:00 - 17:00: 16mm & 35mm Filmvorführung
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung bis zum 05. Januar 2026.
Unkostenbeitrag : Eintritt Filmscreening Circuito chiuso (Closed Circuit), Material, Kaffee, Tee, Getränke sowie Mittagessen 50,00€
Der Workshop findet in englischer Sprache statt.