Ein Kochworkshop als Raum für Erinnerung, Trauer und Verbundenheit.
By Sophia Liu, Kübra Sarı and Ngọc Anh Phan
Ausgehend von einigen Kurzfilmen kochen wir gemeinsam Qingtuan und Halva, zwei Speisen des Gedenkens aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten. Über Kochen, Teilen und sinnliche Erfahrung entsteht Raum für Erinnerungen, Austausch und stilles In-Verbindung-Bleiben.
Der Workshop richtet sich an BiPoC und (post-)migrantische Personen, welche sich mit Trauer auseinandersetzen. Teilnehmer*innen sind herzlich eingeladen, sich in ihrer bevorzugten Sprache auszudrücken.
Sign up form link: https://forms.gle/JnD2K5KW1L4TXbgs9
Sophia Liu ist Kulturschaffende, Kulturwissenschaftlerin und Kulturberaterin. Sie fokussiert sich auf Archive, Vermittlungsarbeit sowie Erinnerungspraxis im Kontext von Migration.
Kübra Sarı ist Kommunikationsfachkraft mit Hintergrund als Konditorin und Sozialarbeiterin und ist derzeit SİNEMAplural-Fellow.
Ngọc Anh Phan (they/them) ist in Berlin lebende/r Grafikdesigner*in und arbeitet mit Storytelling, Typografie und Fotografie zu diasporischer und queerer Erinnerung.
---
Baştankara
Kübra Varol, Turkei, Deutschland, 7 Min., Türkisch und Englisch mit englischen Untertiteln
Unfamiliar Familiar
Hae-Sup Sin, Südkorea, Schweiz, 28 Min., Koreanisch und Deutsch mit englischen Untertiteln
SÈT LAM
Vincent Fontano, Frankreich, La Réunion, 23 Min., 2023, Réunion-Kreolisch mit englischen Untertiteln
Baştankara, Unfamiliar Familiar und SÈT LAM setzen sich mit Heimat, Verlust und Zugehörigkeit über Grenzen und Generationen hinweg auseinander. Kübra Varols Film fängt die vielschichtige Realität einer Überlebenden, Migrant*in und nicht-binären Person ein, die sowohl Dankbarkeit für ihre Heimat empfindet als auch deren Grenzen anerkennt. Hae-Sup Sins Film begleitet eine schweizerisch-koreanische Frau, die nach Südkorea zurückkehrt, um den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten, und reflektiert dabei über Trauer und familiäre Erwartungen. Vincent Fontanos Film dreht sich um ein junges Mädchen, das vor der Angst, geliebte Menschen zu verlieren, wie gelähmt ist und Trost in einem Volksmärchen über den Kampf gegen den Tod findet. Zusammen bilden diese Filme ein Triptychon über die Suche nach Identität und die Orte, die uns prägen – auch wenn sie uns vielleicht nicht immer mit offenen Armen empfangen.