Mit Gabriela Paredes Siml, Darío Aguirre and Axel Velasco
un taller de cinecuidado sobre sentir, escuchar y pertenecer
(ein Cinecare-Workshop zum Thema Fühlen, Zuhören und Zugehörigkeit)
Ausgangspunkt des Workshops Tender Frames: Latin American Echoes ist der Dokumentarfilm César’s Grill, der am Vorabend (01.05. um 20:00 Uhr) gezeigt wird. Der Eintritt zur Vorführung ist für Workshop-Teilnehmer*innen kostenlos.
Während des Workshops werden wir gemeinsam mit Darío Aguirre an ausgewählten Szenen aus César’s Grill arbeiten. Durch Gespräche – sowie durch assoziative, affektive Schreibimpulse, die wir gemeinsam mit Axel Velasco anleiten werden – nähern wir uns den Beziehungen, Identitäten und Emotionen, die im Film verborgen sind, und verweben sie mit unseren eigenen. Die Teilnehmenden sind eingeladen, ein persönliches audiovisuelles Fragment mitzubringen (z. B. ein Foto, ein kurzes Video oder eine Audioaufnahme). Auf diese Weise entsteht ein sanfter und behüteter Raum, in dem sich Fühlen, Zuhören, Resonanz und Reflexion gemeinsam entfalten können. Wessen Geschichten werden erzählt – und wie? Was bleibt unsichtbar? Was bedeutet Zugehörigkeit für uns persönlich? Wann und mit wem fühlen wir uns verbunden? Was verändert sich in uns zwischen hier und dort? Wer darf unsere Geschichten erzählen?
Ein gemeinsames Mittagessen ist Teil des Workshops und bietet Raum für ungezwungene Begegnungen und den Austausch.
Der Workshop richtet sich an Menschen aus der lateinamerikanischen und deutsch-lateinamerikanischen Gemeinschaft. Er soll uns dazu ermutigen, uns als Träger*in von Wissen, als Zeug*in unserer eigenen Geschichte und als lebende Archive wahrzunehmen und ernst zu nehmen. Im Sinne einer fürsorglichen Praxis und um einen sicheren Raum zu schaffen, ist die Teilnehmer*innenzahl begrenzt. Bei großer Nachfrage wird eine Auswahl getroffen.
Auf Spanisch und Deutsch.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Gabriela Paredes Siml ist eine deutsch-peruanische Anthropologin, politische Pädagogin, Kulturmanagerin und angehende Filmvermittlerin. Mit partizipativen und audiovisuellen Methoden sowie durch die Übersetzung lateinamerikanischer Lyrik schafft sie Räume der Resonanz im deutsch-lateinamerikanischen Kontext.
Darío Aguirre ist Filmemacher, Autor und Produzent, dessen Werk subtilen Humor mit einem ausgeprägten Blick für Identität, Familie und Erinnerung verbindet. Er wurde in Guayaquil, Ecuador, geboren und lebt heute in Hamburg, wo er 2020 die Tiempo Filmproduktion gründete.
Axel Velasco ist ein mexikanischer Schriftsteller, Philosoph und Kulturkoordinator, der in Berlin lebt. In seinem Schaffen beschäftigt er sich mit Fragen des Körpers, der Architektur und des Wohnens. Derzeit ist er Mitglied des lateinamerikanischen Poesiekollektivs „Blinder Passagier“, kuratiert Poesieveranstaltungen und interdisziplinäre Formate und entwickelt Workshops auf der Grundlage von Collagen.