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Lines of Control Workshop

Zeitgenössische Filme aus Südasien werden hierzulande mit bestimmten Merkmalen assoziiert: farbenfroh, laut, over-the-top, bestimmte Gesangs- und Tanzeinlagen, Action, Drama und Romantik. Das trifft bis zu einem gewissen Grad auch zu, insbesondere wenn man sich die Bollywood- oder Kollywood-Industrien im Norden bzw. Süden Indiens anschaut. Doch auch Kriegsfilme weisen diese Merkmale auf: Soldaten sind die geborenen Entertainer, sie können singen, tanzen und kämpfen, und eignen sich dadurch perfekt für staatliche Propaganda.

In seinem SİNEMAplural-Projekt Lines of Control lädt Schayan Riaz die Teilnehmer:innen dazu ein, sich kritisch mit Kriegsfilmen auseinanderzusetzen und mit der Tatsache, dass Kriegsfilme in Südasien nicht unbedingt Anti-Kriegsfilme sind, sondern vielmehr das gegenteilige erzählen. Anhand von Beispielen aus Indien und Pakistan untersucht der erste Teil des Projekts in einem Workshop die Propaganda im südasiatischen Kino: Wie wird staatliche Propaganda subversiv durch „leichtere”, unterhaltsame Kost vermittelt? Wie kann man sie als Zuschauer entlarven, und ist das überhaupt notwendig? Und wie kann man als Filmkritiker:innen in Zeiten von Autoritarismus über Propaganda schreiben oder sprechen?

Schayan Riaz ist Filmkritiker aus Berlin. Seine Texte wurden unter anderem in der Berliner Zeitung, Qantara, VICE und Dawn Pakistan veröffentlicht. Aktuell ist er Redaktionsleiter beim Berliner Online-Magazin the Diasporist sowie SINEMAplural-Fellow. 

Der Workshop findet auf Englisch statt und ist kostenlos, um vorherige Anmeldung wird gebeten: Link