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A Black Gaze on the East

Shorts Program

Kuratiert von Massiamy Diaby und Maresa Nzinga Pinto

Der Student aus Accra
Donald M. Acquaye, DDR, 1965/66, 12 Min., Deutsch

Olingo
Emile Itolo, DDR, 1966, 11 Min, Deutsch mit englischen Untertiteln

Black sisters in socialist ‘brother countries’
Maresa Nzinga Pinto, Mosambik, Deutschland, 2025, 11 Min., Portugiesisch, Deutsch mit englischen Untertiteln

Poeler Luft
Massiamy Diaby, Deutschland, 2024, 23 Min., Deutsch mit englischen Untertiteln

Anschließendes Gespräch mit Massiamy Diaby, Patrice Poutrus und Maresa Nzinga Pinto
Abseits dominanter Repräsentationen Schwarzer Menschen in Filmen der DDR/Ostdeutschlands, macht A Black Gaze on the East gelebte Erfahrungen und selbstbestimmte Erzählungen von Widerstand, Empowerment und Intimität sichtbar: Von den vergessenen Geschichten Schwarzer Vertragsarbeitender, den Sehnsüchten und Zukunftsträumen ehemaliger Studierender der DDR, der kompromisslosen Abrechnung mit den rassistischen Verhältnissen damals und heute bis hin zu sensiblen Porträts emotionaler Beziehungen. 

Auf das Screening folgt ein Panel Talk mit Massiamy Diaby, Patrice Poutrus und Maresa Nzinga Pinto. In dem Panel versuchen wir die Vielfältigkeit eines Black East German Gaze zu zeigen. Inwiefern ist eine gemeinsame Definition überhaupt möglich ? Wie hat sich dieser Blick über die Jahrzehnte geändert und wo finden wir Selbstbestimmung? (Maresa Nzinga Pinto)

Massiamy Diaby ist eine freischaffende Künstlerin mit Wohnsitz in Berlin. Geboren in Frankfurt am Main, wuchs Massiamy auf der Ostseeinsel Poel, in Berlin und in Accra auf. Im Jahr 2020 schloss sie ihr Schauspielstudium an der Folkwang Universität der Künste in Essen ab. Sie arbeitet als Schauspielerin, entwickelt eigene Theaterperformances, realisiert Filmprojekte und schreibt Gedichte. Sie spielte u.a am Residenztheater München, am Theater Basel, am Theater Dortmund und am Deutschen Theater Berlin. Ihr Kurzfilm Poeler Luft wurde beispielsweise beim Afrika Film Festival in Köln und beim AfryKamera Festival in Warschau gezeigt. Massiamys Arbeiten zielen darauf ab, Machtstrukturen zu demontieren und politische Themen als emotionale Erfahrungen zu vermitteln.

Dr. Patrice G. Poutrus ist promovierter Historiker. Er wurde 1961 in Ostberlin als Sohn einer ost-deutschen Mutter und eines ost-afrikanischen Vaters geboren und ist in der DDR aufgewachsen und sozialisiert. Nach 1990 studierte er an der Humboldt-Universität Geschichte und Sozialwissenschaften. Bis heute sind die Schwerpunkte seiner Arbeit Flucht- und Asyl im Nachkriegsdeutschland, Erfahrungen Schwarzer Menschen in der DDR sowie die Erinnerung an das Ende der DDR und die Transformation in Ostdeutschland.

Maresa Nzinga Pinto ist Erinnerungspädagogin, Filmemacherin, Forscherin und Kuratorin. In ihrer transdisziplinären Praxis beschäftigt sie sich mit kollektivem Gedächtnis, Zugehörigkeit und Widerstand in neokolonialen und (post-)sozialistischen Kontexten. In partizipativen, erinnerungskulturellen Projekten, befasst sie sich mit Deutschlands (post-)kolonialen Verstrickungen, Schwarzen Bewegungen und afro-diasporischen Identitäten.. Indem sie visuelles Storytelling mit Schwarzer feministischer Theorie und Critical Memory Studies verbindet, interpretiert ihre Arbeit – durch archivarische Praktiken der Fürsorge marginalisierte Geschichten neu und schlägt eine Brücke zwischen der Vergangenheit und möglichen Zukünften.

The Student from Accra
Olingo
Black sisters in socialist ‘brother countries’
Poeler Luft