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Cinema Beyond Borders:

Filmmaking with Amir Naderi

4-Day Seminar with DFFB

Amir Naderi, eine der singulären Stimmen des transnationalen Kinos, versteht Filmemachen als einen Akt des Suchens – durch Bilder, Erinnerung und Bewegung. Ausgehend von Jahrzehnten narrativer und dokumentarischer Arbeit über kulturelle und geografische Grenzen hinweg lädt er die Teilnehmenden dazu ein, darüber nachzudenken, warum Kino zum persönlichen Ausdruck wird und wie sich daraus eine eigene filmische Sprache entwickelt. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Filmanalyse und der Austausch, mit Fokus auf Authentizität, gelebte Erfahrung und die Herausbildung einer eigenen filmischen Stimme. Das Seminar findet mit Studierenden der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin sowie mit in Berlin arbeitenden transnationalen Filmschaffenden statt, mit freundlicher Unterstützung der DFFB und des Goethe-Instituts im Exil.

Für das Amir-Naderi-Seminar werden zwei Plätze an transnationale Filmschaffende aus Berlin vergeben. Bitte füllt das Formular aus, um euch zu bewerben. Die ausgewählten Teilnehmenden werden bis zum 26. Januar benachrichtigt. (Afsun Moshiry)

Initiiert von Afsun Moshiry, mit der großzügigen Begleitung und Unterstützung von Amir Naderi.

Amir Naderi begann seine Karriere in den 1970er-Jahren, einer prägenden Phase des iranischen Kinos, in der seine rohen Darstellungen des urbanen Alltags ein nachhaltiges filmisches Ausdrucksrepertoire entwickelten, das sowohl fiktionale als auch dokumentarische Formen umfasste. Harmonica (1974) feierte seine Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig und markierte Naderis erste internationale Anerkennung. In den 1980er-Jahren folgten The Runner (1984) und Water, Wind, Dust (1989), Filme, die dem iranischen Kino breite internationale Sichtbarkeit verschafften. The Runner feierte seine internationale Premiere beim Filmfestival von Locarno und etablierte Naderi als bedeutende Stimme des Weltkinos. Nach seiner Übersiedlung in die USA Anfang der 1990er-Jahre arbeitete er weiterhin als unabhängiger Filmemacher; seine Filme wurden auf internationalen Festivals wie Venedig, Cannes, Toronto und Busan uraufgeführt, und sein Werk war in Retrospektiven an Institutionen wie dem Film at Lincoln Center, dem Museum of Modern Art, dem Centre Pompidou und dem Nationalen Filmmuseum Turin zu sehen.

Afsun Moshiry ist eine in Shiraz geborene und in Mannheim aufgewachsene Filmkuratorin, Programmgestalterin und Creative Producerin mit Sitz in Berlin. Sie ist Teil des Teams des Berlinale Forums, arbeitet als Produzentin bei Road River Films und ist künstlerische Leiterin des Script Pitch & Lab von Interfilm. Zuvor kuratierte sie Filmprogramme für die Berliner Festspiele und die Akademie der Künste und war festes Mitglied des Auswahlgremiums des Kasseler Dokumentarfilm- und Videofests, wo sie zudem den Dokfest Campus leitete. Derzeit arbeitet sie an Forschungsprojekten zum iranischen Kino, darunter Cinema-ye Azad.

06.02.2026; 05.02.2026; 04.02.2026; 03.02.2026
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HARMONICA, Amir Naderi