Mit einer Einleitung von Nora Bess und Sydney Harper
RaMell Ross’ einfühlsamer, für den Oscar nominierter Dokumentarfilm aus dem Jahr 2018 zeichnet ein intimes Porträt einer Schwarzen Gemeinde in Hale County, Alabama. Der Film bietet eine Darstellung des amerikanischen Südens, wie man sie in den Mainstream-Medien selten zu sehen bekommt. Ross begann den Film, während er als Basketballtrainer in einer Gemeinde arbeitete. Getragen von Neugier und Empathie nutzt Ross das Dokumentarfilmgenre als Mittel, um rassistische ästhetische Rahmenbedingungen aufzubrechen, die den Ausdruck afroamerikanischer Männer im Film historisch eingeschränkt haben. Dabei fragt er, was es bedeutet, zu träumen und zu sehen.
„Film ist eines der wirkungsvollsten Mittel, die wir haben, um unsere Sicht auf andere und auf uns selbst zu beeinflussen, und Ross setzt dieses Mittel gekonnt ein. Der amerikanische Süden wird von außen oft als ein Monolith bestimmter Ideale und Ansichten wahrgenommen, und dieser Film trägt dazu bei, die Komplexität, die Widersprüche und die Schönheit des Lebens in den dortigen Gemeinschaften mit einem liebevollen und einfühlsamen Blick zu zeigen.“ – Nora Bess
Nora Bess ist eine in Berlin ansässige Kulturmanagerin und Marketingleiterin. Neben ihrer Tätigkeit als Projektleiterin für das halbjährlich stattfindende Symposium „Cinema of Commoning“ von SİNEMA TRANSTOPIA leitet sie bei Cinelogue den Bereich Kommunikation und Partnerschaften. Sie stammt ursprünglich aus Washington, D.C.