Olingo
Emile Itolo, DDR 1966, 11 Min., Deutsch mit englischen Untertiteln
Black is Black
King Ampaw, BRD 1968, 12 Min., Deutsch
Zum Thema Lektion 8 und 10: Ist die Wohnung noch frei?
Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU), BRD 1977, 13 Min., Deutsch
Im Anschluss Input von Cihan Sinanoğlu (DeZIM / NaDiRa), Alexander Thom und Ezgi Özcan von der Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, Fair mieten – Fair wohnen
Als Emile Itolo nach Berlin zog, um an der Hochschule Babelsberg Film zu studieren, und King Ampaw nach München ging, um sein Studium an der HFF München aufzunehmen, trafen beide auf einen Wohnungsmarkt, der von Ausgrenzung und Rassismus geprägt war. Diese Erfahrungen verarbeiteten sie in ihren Kurzfilmen Olingo (1966) und Black is Black (1968) – Zeugnisse einer gesellschaftlichen Realität, die bis heute fortbesteht.
Ausgehend von diesen Filmen, in denen Itolo und Ampaw ihre Erfahrungen kritisch reflektieren und die Realität von Migrant*innen bei der Wohnungssuche in Westdeutschland in den 1960er und 1970er Jahren dokumentieren, schlagen wir den Bogen zur Gegenwart und fragen: Welche Formen von Diskriminierung prägen den Wohnungsmarkt bis heute – und wie können wir ihnen begegnen?
Das Recht auf Wohnen ist ein Menschenrecht und gilt formal für alle gleichermaßen. Doch bis heute zeigt die soziale Realität auf dem deutschen Wohnungsmarkt ein ungleiches Bild. Der NaDiRa-Monitoringbericht (2025) dokumentiert, dass Diskriminierung und rassistische Ungleichheiten weiterhin bestehen: Rassistisch markierte Gruppen haben schlechtere Chancen auf Wohnraum, leben häufiger in überteuerten oder beengten Wohnungen und sind stärkeren Umwelt- und Infrastrukturbelastungen ausgesetzt. Wohnen ist in Deutschland also nach wie vor nicht für alle gleich.
Cihan Sinanoğlu vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) stellt die Ergebnisse des aktuellen NaDiRa-Monitoringberichts vor und gibt Einblicke in die gegenwärtigen Mechanismen von Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt.
Die Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, Fair mieten – Fair wohnen, getragen von der asum GmbH und dem Türkischen Bund in Berlin-Brandenburg, stellt Beispiele aus ihrer Beratungsarbeit vor, informiert über informelle Praktiken bei der Vermietung von Wohnraum und fragt nach Lösungsansätzen.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, im Foyer ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und sich über Unterstützungsangebote in Berlin zu informieren. Durch den Austausch von Erfahrungen möchten wir Wege aufzeigen, wie die Wohnungssuche in Berlin trotz der bestehenden Ungleichheiten erfolgreicher gestaltet werden kann.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Für die Teilnahme wird ein Unkostenbeitrag von 3 € erhoben.
OLINGO, Regie: Emile Itolo © Hochschule für Film und Fernsehen der DDR, 1966 Digitalisierung und Restaurierung der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, unterstützt durch das Förderprogramm Filmerbe, finanziert durch BKM, Länder und FFA