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ဂျပန့် ရင်သွေး

Daughters of Japan
Nyi Pu, Myanmar 1935, 84 Min., Burmesisch mit englischen Untertitel

Im Anschluss an den Film folgt ein Gespräch mit Maung Okkar, moderiert von Lisabona Rahman.

Zwei junge burmesische Piloten, die zudem Brüder sind, besuchen Japan in der Hoffnung, ihren lang gehegten Traum zu verwirklichen, einen Nonstop-Flug von Tokio nach Rangun (heute Yangon) zu absolvieren. Bei ihrer Ankunft verliebt sich der Ältere der beiden in die Japanerin namens Emiko, was nicht nur ihre Flugpläne, sondern auch die Beziehung der Brüder überschattet. Der Film entstand in den 1930er Jahren inmitten antikolonialer Bestrebungen. Er spiegelt eine Zeit wider, in der burmesische Revolutionär*innen und Künstler*innen Bündnisse mit Weltmächten, unter anderem auch dem imperialistischen Japan, suchten, um sich gegen die britische Herrschaft zu wehren. 

Der Film, der einst in Japan und Südostasien sehr beliebt war, galt später aufgrund von Zensur und begrenzter Archivierung in Myanmar als verloren. Nachdem er im Nationalen Filmarchiv Japans wiederentdeckt und zwischen 2018 und 2020 restauriert wurde, wird „Daughters of Japan“ 85 Jahre nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung erneut aufgeführt. (Sarnt Utamachote)

Maung Okkar ist Filmregisseur und Mitbegründer von Save Myanmar Film, einer Organisation, die sich für die Erhaltung des filmischen Erbes Myanmars einsetzt.

Lisabona Rahman ist Filmarchivarin und -programmiererin und lebt in Berlin.

07.03.2026