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Hung Tongue by Slavs & Tatars

Slavs and Tatars präsentieren ihre erstmals im Rahmen von Scenes of (Un-)Translatability vorgestellte Lecture-Performance HUNG TONGUE. HUNG TONGUE erforscht Voice-Over-Übersetzungen und was sie uns über die Performativität von Sprache erzählen können. Mit einer reichen Geschichte in den ehemaligen sozialistischen Ländern Mittel- und Osteuropas wird Voice-Over-Übersetzung oft als "Arme-Leute-Synchronisation" bezeichnet. Von Actionfilmen über Hörbücher bis hin zu Nachrichtenberichten fordert uns Slavs and Tatars heraus, unsere Vorstellungen von Respekt und Respektlosigkeit in Bezug auf Text, Sprache und insbesondere das Sprechen über andere zu überdenken. (Slavs and Tatars)

Slavs and Tatars ist ein international renommiertes Künstlerkollektiv, das sich einem Gebiet östlich der ehemaligen Berliner Mauer und westlich der Chinesischen Mauer widmet, das als Eurasien bekannt ist. Seit seiner Gründung im Jahr 2006 hat das Kollektiv ein feines Gespür für polemische Fragen in der Gesellschaft entwickelt und durch eine ganz eigene Form der Wissensproduktion neue Wege für den zeitgenössischen Diskurs geebnet: unter Einbeziehung von Populärkultur, spirituellen und esoterischen Traditionen, mündlichen Überlieferungen, modernen Mythen sowie wissenschaftlicher Forschung. Ihre Arbeiten waren Gegenstand von Einzelausstellungen in verschiedenen Institutionen, darunter die Wiener Secession, das MoMA in New York, Salt in Istanbul und das Albertinum in Dresden, um nur einige zu nennen. Die Praxis des Kollektivs basiert auf drei Aktivitäten: Ausstellungen, Publikationen und Lecture-Performances.