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Cambodia, I Remember What I Never Knew

Gorgone
Jenny Teng, Kambodscha, Frankreich 2022, 96 Min., Französisch, Teochew, Englisch mit englischen Untertiteln

Kuratiert von Océane Vé-Réveillac

Im Anschluss findet ein Gespräch mit Jenny Teng (auf Englisch) sowie ein Abendessen mit Gerichten der Khmer-Küche statt.

„Der Film ist kein erstarrtes, steinernes oder marmornes Grab, sondern setzt im Gegenteil Erinnerungen und Bilder in Bewegung und mit ihnen Emotionen. Die Bilder ersetzen oder kompensieren die Abwesenheit nicht. Die mit den Lebenden verbrachten Momente sind zu Sequenzen geworden, die ich mit Blick auf die Lebendigkeit unserer Begegnungen und die Lebenskraft jedes Einzelnen, entfaltet auf den Trümmern des Völkermords, geschnitten habe. Der Schnitt ist eine Stabübergabe, die eine Gruppe zusammenführt: Es ist sowohl eine Geschichte des individuellen als auch des kollektiven Überlebens. Wenn wir das Kino als das Versprechen einer kollektiven Erzählung betrachten, erfüllt es seine Rolle als Trost gut.“ – Jenny Teng

Gorgone ist Jenny Tengs Auseinandersetzung mit dem Lebensweg ihrer Familie durch Kalifornien, Frankreich und Kambodscha. Der Film zeichnet ihre persönliche Familiengeschichte nach und rekonstruiert dabei kollektive Narrative, die die Geschichten von Überlebenden des Völkermords und der nachfolgenden Generation erzählt. Es ist eine Reise, die sich mit Schweigen und Trauer, generationenübergreifendem Trauma und dem „Dazwischensein“ der Identität in der Diaspora auseinandersetzt. (Océane Vé-Réveillac)

Jenny Teng unterrichtet Regie an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne. Derzeit arbeitet sie an „Yin“, einem Spielfilm, der zwischen Le Havre und Paris spielt und die schmerzvolle Geschichte Kambodschas anhand einer Tochter und ihres Vaters erzählt, sowie an „Chinatown-Paris“, einer Serie, die das Schicksal eines asiatischen Supermarkts im Herzen des 13. Arrondissements nachzeichnet.

Océane Vé-Réveillac ist Architektin, Stadtplanerin, Dozentin und Kuratorin und beschäftigt sich mit Erinnerungskultur, Migration und Diaspora sowie mit feministischer Stadtplanung und der Geschichte des Wohnens. Sie war Mitkuratorin der Ausstellung „Dessauer Straße und andere Geschichten vom emanzipatorischen Wohnungsbau“ im Deutschen Architekturzentrum (DAZ) und lehrt derzeit an der Universität der Künste Berlin (UdK) und der Technischen Universität Berlin (TU Berlin).

18:30
Cambodia, I Remember What I Never Knew Khmer Dinner

Im Anschluss an das Screening von „Gorgone“ gibt es khmerische Spezialitäten und die Gelegenheit, sich zu treffen und über den Film zu sprechen.

Dieses Projekt wurde ausschliesslich durch Spenden und ehrenamtliche Arbeit ermöglicht.