Nachdem ihnen ihre Lebensgrundlage genommen wurde, verlassen die Milchbauern Shaban und Hatixhe mit ihren drei Töchtern ihr Zuhause auf dem Land und ziehen nach Pristina, in der Hoffnung, sich ein neues Leben aufzubauen. Doch die Stadt bietet wenig Sicherheit: Arbeit ist prekär, das Geld reicht nie, und jede Form der Unterstützung ist mit Abhängigkeit und Demütigung verbunden.
Während Shaban immer schwierigere Arbeiten annimmt, um seine Familie zu versorgen, geht es in seinem Kampf bald um mehr als nur Geld. In einer Welt, in der Würde daran gemessen wird, ob man seinen Lebensunterhalt selbst verdienen kann, kann selbst ein Akt der Unterstützung wie eine Beleidigung wirken. Mit bemerkenswerter Zurückhaltung beobachtet Visar Morina, wie sich diese Situation zuspitzt, und lässt die Spannung aus den kleinen Aushandlungen des Alltags entstehen. Das Ergebnis ist ein schonungsloses und zutiefst menschliches Sozialdrama über Arbeit, Männlichkeit, Familie und die stille Gewalt ökonomischer Unsicherheit.