Eine trotzig chaotische und intellektuell ausgelassene Dekonstruktion, Gothic-Horror wird gegen vulgäre Satire und metafiktionale Anarchie eintauscht. Ein zynischer Drehbuchautor nutzt KI, um eine chaotische Reihe von Sketchen für ein kommerzielles Dracula-Projekt zusammenzustellen. Kabarett-Sexshow, Fake-Werbung, Amateur-Gore und KI-Schund: All dies dient dazu, nicht nur die Kommerzialisierung des Dracula-Mythos, sondern auch die nationale Identität und die Leere des modernen Geschichtenerzählens zu verspotten.
Die Kritik wird vorab in die Struktur des Films selbst eingebettet, die Figuren entschuldigen sich für die Vulgarität, während sie gleichzeitig noch mehr davon produzieren. Radu Judes Dracula ist ein anstrengender, berauschender und chaotischer Exorzismus der Vampire – historischer, filmischer und kapitalistischer Art –, die weiterhin die Welt aussaugen.