DAO ist eine fortwährende, kreisförmige Bewegung, die in allem fließt und die Welt vereint.“ – So beginnt Alain Gomis’ neuestes Werk, der zweite Film des Regisseurs, der für einen Goldenen Bären nominiert wurde. Der Film begleitet Gloria, während sie sich zwischen Familie, Erinnerung und Erbe in zwei miteinander verflochtenen Realitäten bewegt: einer Hochzeit in einem Pariser Vorort und einem Trauerritual in Guinea-Bissau. Während die Vorbereitungen für die Hochzeit ihrer Tochter voranschreiten, tauchen Erinnerungen an die kürzliche Beerdigung ihres Vaters wieder auf und verbinden Vergangenheit und Gegenwart. Der Film verwischt die Grenzen zwischen Fiktion und gelebter Erfahrung und verwebt individuelle Geschichten, Gesten und Rituale zu einem kollektiven Porträt des Lebens in der Diaspora. Auf subtile und doch packende Weise unterstreicht Gomis die sich ständig wiederholenden Zyklen von Leben und Tod, Feier und Trauer, denen man sich unmöglich entziehen kann.