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Bouchra

Meriem Bennani, Orian Barki, Italien, Marokko, Vereinigte Staaten 2025, 82 Min., Arabisch, Französisch, Englisch mit englischen Untertitel

Bouchra leidet unter einer Schreibblockade. Die 35-jährige marokkanische Filmemacherin lebt in New York und versucht, ein autobiografisches Drehbuch über eine Mutter-Tochter-Beziehung zu schreiben. Die Kluft zwischen ihrem Leben in Brooklyn – geprägt von Clubnächten, queeren Dates und kreativer Unruhe – und dem Zuhause ihrer Mutter in Casablanca erscheint unüberbrückbar. Seit neun Jahren haben sie nicht mehr wirklich miteinander gesprochen. Dann ruft ihre Mutter an.

Was folgt, ist ein radikaler Akt der Autofiktion: Bouchra existiert als anthropomorpher Kojote und bewegt sich durch eine Welt fotorealistischer, pelziger Wesen, die die Grenze zwischen Realität, Erinnerung und Fantasie verschwimmen lassen. Handgezeichnete Erinnerungen gehen in animierte Rückblenden über. Undichte Wohnungen scheinen emotionale Stimmungen in sich aufzunehmen. In langen, unbeholfenen, schmerzlich ehrlichen Telefonaten beginnen Mutter und Tochter langsam, zueinander zurückzufinden.

Bouchra, dessen Stimmen ausschließlich von den Freund*innen und der Familie der Regisseurin gesprochen werden, ist eine zutiefst originelle Geschichte über Migration, Queerness und die unmögliche Aufgabe, von der Person erkannt zu werden, die einen großgezogen hat.

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