Anschließendes Gespräch mit Yüksel Yavuz (auf deutsch)
Hamburg. Eine Stadt der Häfen und Durchgangswege. Baran, ein junger kurdischer Waisenjunge, bewegt sich fast unbemerkt durch sie hindurch. Nachdem sein Asylantrag abgelehnt wurde, beschränkt sich sein Leben auf die Hintertüren eines türkischen Fastfood-Restaurants, wo er als Lieferjunge arbeitet.
Als der sechzehnjährige Chernor aus Afrika eintrifft – ebenfalls ohne Papiere, ebenfalls am Rande der Gesellschaft lebend –, entflammt eine Freundschaft. Während die beiden jungen Männer die Last des Unerwünschtseins teilen, beginnt Chernor, Drogen zu verkaufen, um Geld für eine Fahrkarte nach Australien zu sparen, einem Ort, von dem er bisher nur geträumt hat. Unterdessen taucht Barans Vergangenheit in Form eines alten Bekannten wieder auf, der möglicherweise den Schlüssel zum Tod seiner Eltern in der Hand hält. Yüksel Yavuz’ Kleine Freiheit ist eine nuancierte Darstellung der Hoffnung, die man sich erkämpfen muss, wenn die Welt keine bietet.
Der Film wurde 23 Jahre nach seiner Uraufführung restauriert – feiere gemeinsam mit uns und Regisseur Yüksel Yavuz die Berliner Premiere der restaurierten Fassung.