Seit Jahrzehnten prägte das Konzept der „zwei Einsamkeiten“ das Selbstbild Kanadas: zwei kulturell homogene Gesellschaften – Québec und die englischsprachigen Provinzen – isoliert voneinander. Seit dem späten 20. Jahrhundert jedoch haben sich neue Selbstbilder entwickelt, die diese vereinfachte Sichtweise infrage stellen. Die Stimmen ehemals marginalisierter Gruppen werden sichtbar und prägen mittlerweile Literatur, Kunst und vor allem das Kino. Zeitgenössische Filmnarrative behandeln indigene Erfahrungen, Migration, queere Realitäten und die Suche nach Identität innerhalb komplexer sozialer Strukturen. Das moderne Cinéma Québécois präsentiert sich daher so vielfältig wie die Gesellschaft, die es widerspiegelt.
In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband kulturelle Filmarbeit, unterstützt von der Société de développement des entreprises culturelles du Québec (SODEC) und der Vertretung der Regierung von Québec in Deutschland