In den letzten Tagen ist der Ticket-Provider von Sinema Transtopia von Hackern angegriffen worden, die den Ticketkauf für die chinesische Filmreihe „Unseen Histories, Unsettled Memories" (12.–14. März) zuletzt unmöglich machen. Die Angreifer lassen es so aussehen, als seien die Vorführungen ausverkauft und blockieren damit alle, die tatsächlich ein Ticket kaufen wollen. Für diejenigen, die Probleme hatten, ein Online-Ticket zu kaufen, werden Tickets an der Abendkasse verkauft.
Präsentiert von China Unofficial Archives, CiLENS und Berlin Contemporary China Network (BCCN).
Die späten 1980er Jahre waren in China eine Phase intellektueller, politischer und gesellschaftlicher Aufbrüche, die bis heute nachwirken und Fragen nach dem politischen System des Landes, den ökologischen Kosten seiner raschen Industrialisierung sowie den Belastungen für Chinas Jugend aufwerfen. Diese Filmreihe rückt vier Pioniere des damaligen Kinos ins Licht, deren Werke nach dem Tian’anmen-Massaker am4. Juni 1989 zensiert wurden – und bis heute größtenteils nie öffentlich gezeigt worden sind. Heute gesehen, erschließen sie eine lange vergessene Phase des chinesischen Dokumentarfilms und bieten einen kritischen Einblick aufdie frühen Jahre von Chinas Wiederaufstieg zur globalen Macht.
China Unofficial Archives ist ein gemeinnütziges digitales Archiv, das von Mitgliedern der chinesischen Diaspora betrieben und finanziert wird und unterdrückte Bücher, Publikationen und Filme bewahrt und öffentlich zugänglich macht.
CiLENS ist ein gemeinnütziges Filmkurationskollektiv mit Sitz in Berlin, das sich dem zeitgenössischen sinophonen und asiatischen Kino widmet. Durch Filmvorführungen, Vorträge und interdisziplinäre Programme untersucht CiLENS die Praxis des bewegten Bildes als Ort der historischen Untersuchung, der sozialen Reflexion und des interkulturellen Dialogs.
Das Berlin Contemporary China Network möchte den Austausch über das heutige China unter in Berlin ansässigen Wissenschaftler*innen fördern.
Biao Xiang, ein bekannter öffentlicher Intellektueller in China, leitet die Abteilung „Anthropologie des wirtschaftlichen Experimentierens” am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung.
Echo Xuedan Tang, Filmkuratorin und Kulturarbeiterin, Gründerin der Indie Chinese Cinema Week (ICCW) und Leiterin von CiLENS.
Ian Johnson, Journalist, Autor und Forscher, der sich mit den China Unofficial Archives befasst.
Merle Groneweg, Autorinund Kulturarbeiterin, koordiniert das Berlin Contemporary China Network.
Sam C. Mac, ehemaliger Filmkritiker, der jetzt an der Harvard University tätig ist und sich auf frühe unabhängige chinesische Filme spezialisiert hat.
Siqi Tu, chinesische Soziologin am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, die sich mit sozialer Ungleichheit, Arbeit und alltäglicher Governance im heutigen China beschäftigt.