Präsentiert im Rahmen der 13th Berlin Biennale for Contemporary Art
Das Filmprogramm untersucht die Politik der Bilder, die Ethik des Filmemachens und Machtdynamiken in der Filmgeschichte und -produktion. Die ausgewählten Filme stellen vorherrschenden Narrative in Frage und eröffnen ausgehend von dem Thema der 13. Berlin Biennale alternative Perspektiven: Dabei geht es um Flüchtigkeit als Fähigkeit der Kunst, ihre eigenen Gesetze zu etablieren, um unterdrückerischen Strukturen zu trotzen. In einem Klima der Angst funktionieren solche Strukturen nahtlos und zwingen die Unterdrückten, kreative Strategien zu entwickeln, um die systemischen Hindernisse zu umgehen, mit denen sie konfrontiert sind. Dieser Akt des outfoxing – Überlistens – als subversives Spiel aus Ausweichen und Widerstand wird zu einem Bekenntnis zur künstlerischen Autonomie und zur Auflehnung gegen ungerechte Normen. Durch Humor, Subtilität und kritische Reflexion unterbrechen die Filme in diesem Programm konventionelle Erzählweisen, entlarven ausbeuterische Praktiken, fordern marginalisierte Erzählungen zurück und machen das Kino zu einem Raum des Widerstands und der Befreiung. (CS, ML)