Präsentiert von CiLENS e.V. in Zusammenarbeit mit dem Beijing Queer Film Festival
Asian Queers Reunited (AQR) wurde 2024 ins Leben gerufen und ist eine in Berlin ansässige, interdisziplinäre Initiative, die das Publikum durch Film, Gespräche und gemeinschaftliche Begegnungen mit queeren Erzählungen aus Asien und seinen Diasporas verbindet.
AQR 2026 untersucht, wie queere Menschen neue Welten innerhalb und jenseits derjenigen erschaffen, die sie geerbt haben. In ganz Asien und seinen Diasporas entfalten sich queere Lebenswelten innerhalb bestehender Strukturen – Familien, Nationen, Traditionen, Sprachen und gesellschaftliche Normen, die oft Vorrang vor individuellen Entscheidungen haben. Anstatt sich einfach an diese Gegebenheiten anzupassen, zeigen die Filme im diesjährigen Programm, wie queere Menschen diese kontinuierlich neu denken, verhandeln und verändern.
Anhand von Geschichten über Migration, Freund*innenschaft, Widerstand, Intimität und Gemeinschaftsbildung verfolgt das Programm verschiedene Formen queerer Weltgestaltung. Während einige Protagonist*innen auf der Suche nach neuen Möglichkeiten aufbrechen, bleiben andere zurück und gestalten die Welt um sich herum neu. Gemeinsam stellen die Filme nicht nur die Frage, wo queere Menschen hingehören, sondern auch, wie neue Lebensformen, Beziehungen und kollektive Zukünfte entstehen.
An drei Tagen vereint das AQR 2026 Filmvorführungen, Künstler*innengespräche und Community-Treffen und lädt das Publikum dazu ein, die vielfältigen Arten zu erkunden, wie queeres Leben in Asien und seinen Diasporas vorgestellt, gelebt und geteilt wird. (CiLENS)
Echo Xuedan TANG ist eine in Berlin lebende Filmkuratorin und Kulturproduzentin aus Chengdu, China. Sie ist Gründerin und künstlerische Leiterin von CiLENS e.V. und hat Projekte wie die Indie Chinese Cinema Week (ICCW), Asian Queers Reunited (AQR) und Re:Frame ins Leben gerufen.
Kuratorische Unterstützung:
Jianing LIU ist eine in Edinburgh lebende Kunstautorin, Kuratorin und Forscherin, die in den Bereichen Text, Fotografie und Filmkuration tätig ist. In ihrer Arbeit untersucht sie die Selbstdarstellung von Frauen sowie die Beziehung zwischen Raum, Bild und verkörperter Wahrnehmung.
Jane Zhenyi WEI ist Filmkritikerin, Programmgestalterin und Verleiherin und lebt zwischen London und Asien. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem ost- und südostasiatischen Kino, wobei ihr besonderes Interesse Dokumentarfilmen, Erinnerung, lokalen Kulturen und Erzählungen der Diaspora gilt.