Bi Gans Spielfilmdebüt Kaili Blues widersetzt sich erzählerischen Konventionen und lässt das Publikum in eine traumhafte Odyssee durch die nebligen Landschaften Südchinas eintauchen. Ein ehemaliger Sträfling begibt sich auf die Suche nach seinem verschollenen Neffen und gerät dabei in ein Labyrinth aus Erinnerung, Poesie und langen Aufnahmen, die den Lauf der Zeit verzerren.
Mit seiner hypnotischen Kameraführung und seinen existenziellen Untertönen etabliert Kaili Blues Bi Gan als Meister der filmischen Trance und schafft einen Film, der sich wie ein ausgedehnter Traum anfühlt - zerbrechlich, fragmentiert und fesselnd. (CiLENS)