Mango
Joan Iyiola, UK/Frankreich 2025, 11 Min., Englisch
Tokum Ama Yerim (I'm Full But I'll Eat Anyway)
Bilge Olcay Yılmaz, Türkei 2025, 5 Min., Türkisch mit englischen Untertiteln
Allen Anders - Live at the Comedy Castle, Circa 1987
Lee Moss, USA 2018, 7 Min., Englisch
BERTA
Lucía Forner Segarra, Spanien 2024, 17 Min., Spanisch mit englischen Untertiteln
Wanna Die Wanna Kill
Jeong Jaehee, Südkorea 2024, 22 Min., Koreanisch mit englischen Untertiteln
Inhaltswarnung: Selbstmord
Striya
Paige Campbell, USA 2025, 8 Min., Jiddisch mit englischen Untertiteln
Hotel Acropole
Sarah Lasry, Frankreich 2025, 20 Min., Französisch mit englischen Untertiteln
Confession
Mai Nakanishi, Japan 2025, 15 Min.,Japanisch mit englischen Untertiteln
Kuratiert von Lost Film und Final Girls Berlin Film Festival
Einführung durch Prof. Dr. María do Mar Castro Varela. Anschließendes Gespräch mit Farah Bouamar, Nabila Bushra, Eli Lewy, Sara Neidorf und Dr. Véronique Sina (auf Deutsch und Englisch).
Horrorfilm ist fiktionales Affektkino: Panik, Ekel oder Abscheu sind hier genauso zentral, wie die Furcht vor dem Unbekannten und Unheimlichen. Faszinierend und verstörend zugleich, hat das Horror-Genre im Laufe der Filmgeschichte ein reichhaltiges Set an narrativen und visuellen Inszenierungsstrategien entwickelt, um ein intensives körperliches wie emotionales Erlebnis für das Publikum zu kreieren. Dabei ist die im Horrorfilm geschürte Angst vor dem Fremden, dem Nicht-Menschlichen und Nicht-Greifbaren oftmals durchzogen von sexistischen, rassistischen und antisemitischen Diskriminierungsformen. Doch was liegt jenseits des Schreckens im Horrorfilm? Inwiefern kann das traditionsgemäß von einem weißen patriarchalen heteronormativen Diskurs dominierte Horror-Genre auch als Ort der Transgression, Subversion und Revision (aktueller) gesellschaftspolitischer Diskurse dienen?
Diese Kurzfilme, die in früheren Ausgaben des Final Girls Berlin Film Festivals gezeigt wurden, verhandeln die Konventionen des Horrorfilms aus einer intersektionalen Perspektive neu und beschäftigen sich mit Themen wie Hunger, Schuld und körperlicher Transformation.
Die Veranstaltung ist Teil des von der DFG geförderten Forschungsprojekts "Queering Jewishness – Jewish Queerness. Diskursive Repräsentationen von Geschlecht und ‚jüdischer Differenz‘ in (audio-)visuellen Medien" am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt.
Prof. Dr. María do Mar Castro Varela ist Diplom-Psychologin, Diplom-Pädagogin und promovierte Politikwissenschaftlerin sowie Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin, Gründerin des bildungsLab* und Vorsitzende des Berliner Instituts für kontrapunktische Gesellschaftsanalysen.
Farah Bouamar ist Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Filmemacherin mit Schwerpunkt auf Horror, forscht zu Gender und Religion und ist Co-Founder des gemeinnützigen Unternehmens Lost Film sowie Mitglied des bildungsLab*
Nabila Bushra ist Pädagogin, Sozialwissenschaftlerin und Filmemacherin, forscht zu Gender, Ökologie und Ökonomie, lehrt an der Alice Salomon Hochschule Berlin und ist Co-Founder des gemeinnützigen Unternehmens Lost Film sowie Mitglied des bildungsLab*.
Eli Lewy ist Mitbegründerin und Co-Direktorin des Final Girls Berlin Film Festivals. Sie arbeitet als Übersetzerin und Redakteurin und betreibt den Film-Podcast „Somebody’s Watching“, in dem sie mit Filmwissenschaftlern über düstere und ungewöhnliche Themen diskutiert und Interviews mit Filmemachern und Cineasten führt.
Sara Neidorf ist Co-Direktor*in und Mitbegründer*in des Final Girls Berlin Film Festivals sowie freiberufliche Schlagzeuger*in. Sara ist in genreübergreifenden Bands und interdisziplinären Kontexten tätig ist, unter anderem mit Live-Begleitung zu experimentellen, surrealistischen und Horrorfilmen.
Dr. Véronique Sina ist Film- und Medienwissenschaftlerin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt, wo sie das DFG-geförderte Forschungsprojekt “Queering Jewishness – Jewish Queerness. Diskursive Repräsentationen von Geschlecht und ‚jüdischer Differenz‘ in (audio-)visuellen Medien” leitet.
Final Girls Berlin Film Festival präsentiert Horror-Kino, in welchem Frauen und nicht-binäre Leute Regie geführt haben, und Filme, die von Frauen und nicht-binäre Leute geschrieben oder produziert wurden. Wir wollen einen Raum für weibliche Stimmen und Perspektiven im Horror-Genre schaffen, ganz gleich ob monströs oder heroisch…
Lost Film ist ein gemeinnütziges Unternehmen, das an der Schnittstelle von Film, Gesellschaft und Politik arbeitet, sozialkritische Horrorfilme produziert und Bildungsarbeit sowie kuratorische Praxis miteinander verbindet und mit Formaten wie Screenings, Workshops und Lesungen gesellschaftliche Fragen aufgreift und Räume für kritische Auseinandersetzung und kreativen Austausch schafft.