Einführung von Elif Ergezen
Ein regimekritischer Lehrer wird in ein kleines, abgelegenes Dorf im Osten der Türkei verbannt. In der Abgeschiedenheit des rauen Hochgebirges ist er mit Armut, Analphabetismus und patriarchalen Strukturen konfrontiert. Doch nach und nach lebt er sich in der Dorfgemeinschaft ein und erweckt die Dorfschule zu neuem Leben. Ein Film über einen Mann, dem es gelingt, im Exil unter herausfordernden Bedingungen Handlungsspielräume zu öffnen. Der Film, ein Gemeinschaftswerk oppositioneller Künstler, war in der Türkei jahrelang verboten, da er ein realistisches Zeugnis des von Armut geprägten Lebens der kurdischen Bevölkerung darstellte. Er wurde 1983 auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin mit dem Silbernen Bären und dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet.
Elif Ergezen ist allgemeine Koordinatorin der Sinematek/Sinema Evi in Istanbul