Kuratiert von Fiona Berg, Sophie Holzberger und Arisa Purkpong
Im Anschluss ein Gespräch mit Edna Politi
Wie das Meer und seine Wogen (1980) ist der zweite Teil einer Trilogie, die Edna Politi an der DFFB begann und die sich filmisch mit dem palästinensisch-israelischen Konflikt auseinandersetzt. Mit Für die Palästinenser – eine Israelin berichtet (1974)zeigt die im Libanon geborene jüdische Filmemacherin die Situation der palästinensischen Bevölkerung und ihre Unterdrückung und Ausbeutung durch die israelische Gesellschaft. Ihr letzter Teil Anou Banou oder Die Töchter der Utopie (1983) befragt die Rolle der Frau innerhalb der Kibbuz-Bewegung und die Staatsgründung Israels. Wie das Meer und seine Wogen, der ebenfalls mit dem Kleinen Fernsehspiel entstand, ist der einzige Spielfilm der Reihe und verhandelt den Konflikt entlang einer Beziehung zwischen zwei Frauen, die im Libanon gemeinsam zur Schule gegangen sind und sich in Paris wiederfinden. Eva ging als Jüdin nach Jerusalem, Samia blieb als Muslimin in Beirut. Der Film zeigt schmerzlich, wem es möglich ist, zurückzukehren. Bei der Vorführung handelt es sich um die Deutschlandpremiere der restaurierten Fassung.
Edna Politi ist Filmemacherin und Autorin. In Sidon im Libanon geboren, lebt sie heute in Genf, in der Schweiz. Sie hat zwischen 1971 und 1975 an der DFFB studiert.
Fiona Berg ist Filmwissenschaftlerin und -kuratorin. Sie ist Gründungsmitglied des kuratorischen Kollektivs feminist elsewheres.
Sophie Holzberger ist feministische Filmwissenschaftlerin, Doktorandin an der New York University und Filmkuratorin. Sie ist Gründungsmitglied des kuratorischen Kollektivs feminist elsewheres
Arisa Purkpong ist bildende Künstlerin und Filmkuratorin. Sie ist Gründungsmitglied des kuratorischen Kollektivs feminist elsewheres.