EIm Anschluss Gespräch (Auf Spanisch) mit Mitgliedern von Todas las Sangres und gemeinsames Essen
La revolución y la tierra ist ein Dokumentarfilm, der die Agrarreform neu beleuchtet, die 1969 in Peru von der Militärregierung umgesetzt wurde. Durch den klugen Einsatz von Archivmaterial aus Klassikern des peruanischen Kinos in Kombination mit aufschlussreichen Interviews mit Expert*innen, Zeitzeug*innen und Aktivist*innen entsteht eine Neubetrachtung des peruanischen Kampfes um Landsouveränität, die zugleich das indigene, ancestrale Erbe des Territoriums anerkennt. Dieser Dokumentarfilm ist essentiell für alle, die sich für die Rolle des Films bei der Aufrechterhaltung kolonialer Machtstrukturen interessieren, ebenso wie für die Notwendigkeit, Archive in der Gegenwart neu zu lesen – als Werkzeuge für die Gestaltung einer Zukunft, die die Rolle bislang unsichtbar gemachter Bevölkerungsgruppen in strukturellen Reformen anerkennt. (Galo E. Rivera)
Nach der Vorführung findet ein Gespräch über die aktuelle politische Situation in Peru statt, insbesondere im Hinblick auf den Kampf um Land, Arbeiter*innen in landwirtschaftlichen Betrieben, indigene Gemeinschaften und Migration.
Das Peruanische Interkulturelle Zentrum Todas las Sangres ist eine Initiative der peruanischen Diaspora in Berlin. Es wurde als Raum des kulturellen Widerstands und der Solidarität angesichts der Herausforderungen von Migration und globaler Ungerechtigkeiten gegründet. Inspiriert vom Vermächtnis José María Arguedas setzt sich das Zentrum für die Verteidigung peruanischer Kulturen und ihrer Diaspora ein, für Solidarität mit sozialen Kämpfen in Peru und Abya Yala sowie für die Suche nach Alternativen zum kapitalistischen System. Es tritt für einen Rechtsstaat ein, der die Menschenrechte schützt, lehnt Neokolonialismus, geschlechtsspezifische Gewalt und Diskriminierung ab und fördert peruanische Kunst und Literatur als Mittel der Identitätsbildung und des Widerstands.