Der Autor im Gespräch mit Josephine Apraku
Zwischen uns liegt August erzählt die Geschichte einer türkisch-deutschen Familie. Ein erwachsener Sohn verliert seine Mutter. In den Wochen vor ihrem Tod gibt der Alltag den Rhythmus vor: es wird gekocht, auf Krankenhausfluren gewartet, gehofft und getrauert. In den Alltag schleichen sich Geschichten. Die, die immer erzählt wurden, und die, die dahinter durchschimmern. Was weiß der Sohn, in Deutschland zu Hause, von der Jugend seiner Mutter in der Türkei? Während Anıl und seine Familie in der Gegenwart versuchen, zu begreifen, welchen Einfluss der nahende Tod ihrer Mutter auf sie alle hat, sucht Mürüvvet, die Frau, die seine Mutter einmal gewesen ist, im westtürkischen Aydın 1973 nach Wegen ins Leben. Inmitten politischer Umstürze gibt sie alles, um ihren Vater davon abzuhalten, sie nach Deutschland mitzunehmen.
Li-Be für die Stadt
Von Spandau nach Rudow, von Pankow nach Steglitz – Berlin wir kommen! Das Literaturhaus Berlin zieht 18 Monate lang um die Häuser der Stadt. Während unser Haus in der Fasanenstraße 23 einen Fahrstuhl und neue Toiletten bekommt, touren wir unter dem Motto »Li-Be für die Stadt« durch alle Berliner Bezirke. Lesungen im Planetarium, Buchpremieren über den Dächern Berlins – die Stadt wird unsere Spielstätte – seien Sie mit dabei! https://li-be.de/
Fikri Anıl Altıntaş, 1992 in Wetzlar geboren, lebt und arbeitet in Berlin. In seinen Texten, u.a. für die ZEIT, taz, Deutschlandfunk Kultur, ZDF und Berliner Ensemble, beschäftigt er sich mit Männlichkeiten, Antifeminismus und der (De)-Konstruktion von nicht-weißen, muslimisch gelesenen Männlichkeiten in Deutschland. Sein Debütroman "Im Morgen wächst ein Birnbaum" erschien 2023.
Josephine Apraku ist Afrikawissenschaftler*in und arbeite als Autor*in, Trainer*in und Moderator*in in Berlin.