Im Anschluss findet ein Gespräch mit dem Produzenten Thomas Kaske statt
Eine deutsche Nichtregierungsorganisation kommt nach Jenin, einer Stadt im besetzten Westjordanland, um ein verfallenes Kino wieder aufzubauen. Für Hussein, den 59-jährigen Filmvorführer, der das Kino seit 43 Jahren am Leben erhält, bedeutet der Wiederaufbau des Kinos eine Gelegenheit, sein Fachwissen einzubringen. Als das deutsche Team einen jungen Filmvorführer einfliegen lässt, um „die Einheimischen auszubilden“, wird Hussein verdrängt. Ein pointierter Dokumentarfilm, der aufzeigt, wie der „White-Savior-Komplex“ und alte hierarchische Strukturen oft als Wohltätigkeit getarnt werden.
Thomas Kaske ist Filmemacher und Produzent bei Seera Films.