Mit anschließendem Beitrag von Filmkurator und [BL]Action!-Gastkurator Enoka Ayemba
Camp de Thiaroye (1988) von Ousmane Sembène und Thierno Faty Sow ist ein Meilenstein des afrikanischen Kinos. Erzählt wird die wahre Geschichte der als tirailleurs sénégalais bezeichneten senegalesischen Kolonialsoldaten, die, als sie nach der Rückkehr aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager in einem Camp nahe Dakar Ende 1944 ihren Lohn einfordern, von französischen Truppen zusammengeschossen wurden. In Venedig preisgekrönt, lange zensiert, bleibt er ein kraftvolles Zeugnis gegen Kolonialismus und für Gerechtigkeit.