Mit einer Einführung der Kuratorin Mosa Mpetha
Mapantsula, einer der ersten echten Anti-Apartheid-Filme, wurde heimlich in Südafrika produziert. Man verwendete ein gefälschtes Drehbuch, um polizeiliche Schikane zu vermeiden und sich somit der Unterdrückung der Regierung zu entziehen.
Der Film wurde vom Hauptdarsteller Thomas Mogotlane mitgeschrieben und mitinszeniert. Er war ein seltenes Beispiel für die Zusammenarbeit Schwarzer und weißer Talente bei einer Filmproduktion, die nicht nur die Nuancen und Komplexität der Unterdrückung durch die Apartheid hinterfragt, sondern auch die Schwergewichte der Schwarzen südafrikanischen Talente wie Dolly Rathebe, Simon Sabela und Mary Twala präsentiert.
Der Film wurde 1988 beim Filmfestival in Cannes gezeigt, für einen Oscar nominiert und erlangte später weltweite Anerkennung. Als rebellisches Kulturwerk führte er einem internationalen Publikum die Brutalität der Apartheid vor Augen. Doch trotz seiner Bedeutung war es lange Zeit äußerst schwierig den Film zu sehen, da nur Kopien in schlechter Qualität verfügbar waren.
Nach einer 4K-Restaurierung und einer erneuten Verbreitung in Europa und Südafrika ist dieser Film nach wie vor ebenso beeindruckend und regt wichtige und relevante Diskussionen über den Kampf gegen Selbstzensur und die radikale Übernahme der Kontrolle über unterdrückte Narrative an. (Mosa Mpetha)