The Erotics of Surveillance, or How to Become a Conspiracy
Madi Awadalla
After a Sin Comes Confession
Najwa Ahmed
The Erotics of Surveillance, or How to Become a Conspiracy ist eine Vortragsperformance, die sich mit dem Wechselspiel zwischen Queerness und Spionage auseinandersetzt. Sie untersucht, wie der Körper lernt, zu beobachten und beobachtet zu werden: wie man ein gefährliches Geheimnis hütet, wie man spürt, wann ein Blick zu Misstrauen erstarrt, wie man lebt, wenn jede Geste ein Risiko birgt. Aufbauend auf laufenden künstlerischen Forschungen bewegt sich das Stück zwischen Filmausschnitten, historischem Material und persönlichen Bekenntnissen, um nachzuzeichnen, wie sich Misstrauen und Störung über Zeit und Raum hinweg ausbreiten. Es verbindet staatliche Paranoia, Geheimdienstregime und die Kriminalisierung verbotener Intimitäten mit heutigen Überwachungspraktiken.
After a Sin Comes Confession ist eine Anthologie der Trauer, die ein intimes Porträt von Fragen entwirft, die Wunden, Türen und Büchsen der Pandora öffnen, und dabei andeutet, dass das Stellen schwieriger Fragen niemals harmlos ist: Es entlarvt, destabilisiert und befreit vielleicht letztendlich.
Das Werk betrachtet Trauer als etwas, das nicht einfach vergeht, sondern am Körper haften bleibt. Es bewegt sich durch Erinnerung, Rückstände und Rituale und lässt das Bekenntnis als Performance, die Trauer als Loslassen und die Wiedergeburt als etwas entstehen, das durch das Miterleben verdient wird.
Madi Awadalla ist Autor*in, Historiker*in und transdisziplinäre*r Künstler*in, dessen*deren Schaffen Performance, visuelles Storytelling und vielfältige Formen des Schreibens umfasst. Anhand von Gegengeschichten, archivarischen Interventionen und verkörperter Forschung untersucht Madi Awadalla in seinen*ihren Arbeiten die Politik des Körpers, von Grenzen und Zugehörigkeit.
Najwa Ahmed (they/sie) ist ein*e in Berlin lebende*r palästinensische*r bildende*r Künstler*in und Community-Organisator*in. Angetrieben von Neugierde erforscht Najwa ihre intersektionale Identität und die Welt um sie herum mithilfe verschiedener künstlerischer Medien; in der Poesie bringt sie ihre queere Reise zum Ausdruck, im Film interpretiert sie ihre Rolle als Stachel im Hals der Kolonialität, und in der Performance durchquert sie den Widerstand, indem sie Räume der Anti-Befreiung besetzt.